Rückblick auf die Aktivist*innen-Tagung des FRIBIS zum Thema „Zukunft – Klima – Grundeinkommen“

Vom 12. bis 14. April 2024 fand in Freiburg die Aktivist*innen-Tagung des FRIBIS unter dem Titel „Zukunft – Klima – Grundeinkommen“ statt. Ziel der Tagung war es, Aktivist*innen aus den Bereichen Klimaschutz und Grundeinkommen zusammenzubringen, um voneinander zu lernen, neue Perspektiven zu eröffnen und Synergien entstehen zu lassen. Wie die Tagung verlaufen ist und welche Eindrücke und Erfahrungen die Teilnehmenden gesammelt haben, erfahren Sie im folgenden Bericht.

Auftakt und Impulsvorträge

Nach der Begrüßung durch den Direktor des FRIBIS, Bernhard Neumärker, führte Enno Schmidt, damaliger Geschäftsführer des FRIBIS, in Ablauf und Charakter der Tagung ein. Gemeinsam mit ihm begleiteten Helmo Pape (Generation Grundeinkommen Österreich) und Joy Ponader (Expedition Grundeinkommen) die Tagung während der nächsten drei Tage organisatorisch. Anschließend ging es mit Impulsvorträgen von Jana Mestmäcker (Letzte Generation), Gregor Hagedorn (Scientists for Future), Simone Herpich (Scientists for Future) und Ronald Blaschke (Netzwerk Grundeinkommen) direkt in medias res.

Gregor Hagedorn, akademischer Direktor des Museum für Naturkunde Berlin und Mitbegründer von Scientists for Future, betonte, dass Wissenschaftler*innen immer auch politisch sind – egal ob sie reden oder schweigen. Ronald Blaschke, Mitbegründer und Sprecher des deutschen Netzwerkes Grundeinkommen, stellte heraus, dass ein Grundeinkommen ohne einen intakten Planeten keine Lösung darstellt, insofern ökologische Krisen die Grundlage unseres Lebens und Wirtschaftens bedrohen. Jana Mestmäcker berichtete, wie sie sich durch ihr Engagement bei der Letzten Generation erstmals selbstbestimmt fühlte. Ihre Motivation zur Teilnahme der Tagung schildert sie folgendermaßen:

Jana Mestmäcker

Ich habe an der Tagung teilgenommen, weil ich die Kombination der unterschiedlichen Kreise – Klimaprotest und Grundeinkommen – spannend fand. Die Atmosphäre während der Tagung war in meiner Wahrnehmung angenehm und familiär. Die Gesprächskreise haben zum Austausch untereinander angeregt. Nach Tagungen wie dieser habe ich meist den Impuls, die Konsequenz aus dem Gehörten zu ziehen und störenden Protest auf die Straßen zu bringen, um aktiv auf politische Veränderung hinzuarbeiten – so war es auch diesmal. Das Grundeinkommen fand ich vorher gut und so sehe ich es immer noch. Nichts wäre meiner Meinung nach befreiender für unsere Gesellschaft. Aktuell bleibt Demokratie-leben zu häufig ein „Hobby“ derjenigen, die es sich leisten können.

Gesprächskreise und Vernetzung

In den anschließenden Gesprächskreisen hatten die Teilnehmenden die Gelegenheit, die durch die Vorträge angestoßenen Gedanken zu vertiefen und weiterzuentwickeln. Ein zentrales Thema war dabei die Frage nach den Verbindungen und Gemeinsamkeiten zwischen der Klima- und der Grundeinkommensbewegung. Als wesentlicher Berührungspunkt wurde herausgearbeitet, dass beide Bewegungen die Dominanz des Kapitalismus und die einseitige Fixierung auf Erwerbsarbeit kritisch hinterfragen. Anstelle eines Wirtschaftssystems, das auf kontinuierlichem Wachstum und Konsumismus basiert und mitunter sinnlose oder schädliche Arbeiten hervorbringt, streben sowohl die Grundeinkommens- als auch die Klimabewegung eine Wirtschaftsordnung an, die sich an den tatsächlichen Bedürfnissen der Menschen und den Erfordernissen des Ökosystems orientiert.

Aktivismus als Lebensform

Am Freitagabend berichtete die Schweizer Fridays-for-Future-Gründerin und Jugenddelegierte Marie-Claire Graf über ihren aktivistischen Werdegang und die Motivation hinter ihrem gesellschaftlichen Engagement. Sie sprach über die Zukunftsängste der jüngeren Generation angesichts des Klimawandels und betonte die Notwendigkeit, Aktivismus nicht nur als Tätigkeit, sondern als integralen Bestandteil der eigenen Lebensform zu betrachten.

Initiativen und Projekte

Der Samstag begann mit einem Vortrag von Herbert Jauch, der sich in Namibia für eine Grundeinkommenskoalition und die Schulung von Aktivist*innen einsetzt. Jauch schilderte, wie das Pilotprojekt zum Bedingungslosen Grundeinkommen in Otjivero ab 2008 zunächst sehr positive Ergebnisse zeigte, u. a. eine Verringerung der Armut, eine Verbesserung der gesundheitlichen Situation, eine höhere Schulbesuchsquote und die Belebung der lokalen Wirtschaft. Trotz dieser Erfolge kam es nach Auslaufen des Projekts nicht zu einer Fortsetzung oder Ausweitung. Stattdessen zeigten sich starke Widerstände seitens der namibischen Regierung, der Kirchen und internationaler Geldgeber wie dem Internationalen Währungsfonds (IWF).

Im Anschluss an den Vortrag von Herbert Jauch stellte Rebecka Ambjörnsson das Projekt KARUNA Family vor, bei dem sich Jugendliche in einem Freiwilligen Jahr selbst entwickeln können. Susanne Wiest und Uschi Bauer erzählten die Geschichte der „Krönungswelle“ von 2012. Die „Krönungswelle“ war eine Aktion der Grundeinkommensbewegung, bei der Menschen durch das Aufsetzen von Pappkronen symbolisch zu „wahren Souveränen“ gekrönt wurden. Die Idee dahinter: Ein Grundeinkommen würde die Menschen befähigen, aufrecht und selbstbestimmt durchs Leben zu gehen.

Anschließend präsentierten Christina Strohm und Dorothee Herzog von „Mein Grundeinkommen” Zwischenergebnisse aus ihrem Projekt. Ein vorläufiger Bericht zeigte, dass Menschen, die ein Grundeinkommen erhalten, klimafreundlichem Handeln eine höhere Bedeutung beimessen. Das Grundeinkommen scheint demnach auch einen positiven Effekt auf ökologisch nachhaltiges Verhalten zu haben.

Ulrich Schachtschneider (Universal Basic Income Europe) stellte Überlegungen zu einem ökologischen Grundeinkommen vor. Er argumentierte, dass Ansätze wie der Klimageld-Bonus bereits Schritte in Richtung einer Verknüpfung von sozialer Sicherheit und ökologischer Nachhaltigkeit darstellen. Schachtschneider vertrat die These, dass ein Grundeinkommen dazu beitragen könnte, die Nachfrage nach ökologisch fragwürdigen Konsumgütern und Dienstleistungen zu reduzieren. Dadurch könnte eine Grundeinkommensreform langfristig zu einer Verkleinerung des Wirtschaftssystems führen und somit positive Auswirkungen auf die Umwelt haben.

Ziviler Ungehorsam und Widerstand

Am Samstagnachmittag traten Lina Johnson (Letzte Generation), Kali* (Ende Gelände) und Werner Rätz (Netzwerk BGE Attac) auf. Lina Johnson erzählte persönlich von ihrem Aktivismus und sprach im Rückgriff auf Theoretiker*innen (u. a. Erica Chenoweth & Gene Sharp) und historische Beispiele über die unterschätzte Kraft des zivilen, friedlichen Widerstands. Kali* präsentierte vielfältiges Videomaterial von Aktionen zivilen Ungehorsams gegen Braunkohletagebau. Der anschließende Vortrag von Werner Rätz stand den Präsentationen seiner jüngeren Mitstreiter*innen in Sachen Leidenschaft und Engagement in nichts nach.

Lina Johnson

Ich wurde als Sprecherin der Letzten Generation eingeladen an der Aktivist:innen Tagung teilzunehmen und habe mich sehr über die Einladung gefreut. Ich habe die Tagung als einen mehrtägigen, intensiven und dennoch äußerst angenehmen Ort des Wissens- und Erfahrungsaustauschs wahrgenommen mit konkreter Ausarbeitung von Umsetzungsmöglichkeiten. Besonders gefallen hat mir, die persönliche Note der Veranstaltung und die diversen Altersgruppen, die aufeinander trafen, miteinander bei vorzüglichem veganen Buffet-Häppchen schnackten und sich vernetzten. Ich habe das bedingungslose Grundeinkommen vorher schon als wichtig und sinnvoll angesehen, habe jetzt aber auch noch meinen Blick in Bezug auf den Zusammenhang mit effektiverem Klimaschutz und Absicherung von vulnerablen Gruppen in sich zuspitzenden Krisenzeiten vertiefen können. Ich finde die Idee, direkte Aktionen aus dem friedlichen zivilen Ungehorsam mit den Forderungen nach Bedingungslosem Grundeinkommen zu verbinden richtig gut und hoffe dass sich die Bewegung organisiert, verbindet und ausprobiert.

Abschluss der Tagung

Der Sonntag startete mit einer Zusammenfassung der persönlichen Eindrücke aller verbliebenen Teilnehmenden. Zum Abschluss moderierte Rebecca Panian das Format „Voll auf die 12“, bei dem zwölf geloste „Geschworene“ sich in begrenzter Zeit auf einen Lösungsvorschlag einigen mussten. Rebecca Panian hatte Enno Schmidt vorgeschlagen, dieses Format durchzuführen, um am Ende möglichst konkrete Ansätze zu haben, wie Klima- und Grundeinkommensbewegung zusammenkommen können. „Ich fand das Zusammenbringen der Klima- und der Grundeinkommens-Bewegungen grossartig!“, so Rebecca Panian. Sie lobte die Struktur der Tagung, die neben Inputvorträgen auch Raum für vertieften Austausch und Vernetzung bot: „Die Struktur der Tagung war sehr gut, weil es nicht nur einen Input-Vortrag nach dem anderen gab, sondern nach ca. 4 Inputbeiträgen gab es die Möglichkeit, sich vertieft mit der Person auszutauschen, deren Beitrag mit einem selbst am meisten resonierte.“

Die Veranstaltung habe sie nachhaltig berührt, „weil diese Zusammenführung der 2 Welten – Klima und Grundeinkommen – wirklich enorm schön und wichtig war. Vor allem auch deswegen, weil ein Grundeinkommen so viel mehr Menschen ermöglichen würde, sich für das Gemeinwohl – und den Planeten – zu engagieren!“ Aus der Tagung seien viele wertvolle Kontakte entstanden, und Rebecca ist gespannt, was daraus noch erwachsen wird. Wir haben sie gefragt, ob die Tagung ihre Sichtweise auf das Bedingungslose Grundeinkommen verändert hat: „Nein. Nur bestätigt, dass die Idee einfach wirklich der Knaller ist und ich mein Möglichstes tun will, damit es bald Realität wird – als Menschenrecht.“

Fazit

Während der gesamten Tagung herrschte eine angenehme und kollegiale Atmosphäre, zu der auch das schmackhafte vegane Catering der Sin Carne Schwarzwald GmbH beitrug. Die Struktur der Veranstaltung mit Impulsvorträgen und anschließenden Gesprächskreisen ermöglichte nicht nur eine inhaltliche Vertiefung der behandelten Themen, sondern förderte auch den Austausch und die Vernetzung zwischen den Teilnehmenden. Durchschnittlich waren etwa 70 Personen bei der Tagung anwesend, was vom großen öffentlichen Interesse für die Veranstaltung zeugt.

Insgesamt unterstrich die Tagung die Bedeutung und den Wert eines interdisziplinären und transaktivistischen Dialogs zwischen der Klimaschutz- und der Grundeinkommensbewegung. Viele Teilnehmende nahmen neue Erkenntnisse, Kontakte und Impulse für konkretes Handeln mit nach Hause. Es bleibt spannend zu verfolgen, welche weiteren Entwicklungen und Initiativen aus den entstandenen Verbindungen hervorgehen werden.

Jetzt auf YouTube: UBI in Central and Eastern Europe: Attention, Strategies and Reforms

Am 20. Juni 2024 fand im Rahmen der “Politics of Basic Income Talk Series” die Online-Veranstaltung “UBI in Central and Eastern Europe: Attention, Strategies and Reforms” statt. Dabei sprachen zwei Expert:innen über das Bedingungslose Grundeinkommen in ihren jeweiligen Herkunftsländern.
 
Maciej Szlinder stellte ein geplantes, letztlich jedoch aufgrund von Finanzierungsproblemen nicht umgesetzes Pilotprogramm in der polnisch-russischen Grenzregion vor und erläuterte dessen Konzeption und öffentliche Resonanz.
 
Boglárka Herke besprach das Grundeinkommen in Ungarn. Sie konzentrierte sich dabei auf die öffentliche Wahrnehmung, insbesondere im Kontext der zunehmenden Bedeutung künstlicher Intelligenz. Zudem analysierte sie die Faktoren, die der breiteren Akzeptanz des bedingungslosen Grundeinkommens in der ungarischen Bevölkerung entgegenstehen.
Kurzbiographien der Vortragenden:
 
Boglárka Herke ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institute for Sociology, HUN-REN Centre for Social Sciences. Sie promovierte an der Corvinus University Budapest. Ihre Hauptforschungsinteressen umfassen Einstellungen zur Wohlfahrt, Sozial- und Familienpolitik sowie Alleinerziehende. Sie ist an einem Forschungsprojekt beteiligt, das die Einstellungen zum BGE in Ungarn im Kontext des zukünftigen Arbeitsmarktes untersucht. Eine aktuelle Veröffentlichung im Rahmen des Projekts ist: Herke, B., & Vicsek, L. (2022). The attitudes of young citizens in higher education towards universal basic income in the context of automation—A qualitative study. International Journal of Social Welfare, 31(3), 310–322. https://doi.org/10.1111/ijsw.12533
 
Maciej Szlinder ist Philosoph, Soziologe und Ökonom. Er promovierte am Institute of Philosophy der Adam Mickiewicz University in Poznań. Er ist Präsident des Polish Basic Income Network, Mitglied von Unconditional Basic Income Europe und des Spanish Basic Income Network sowie Autor von Unconditional Basic Income: Revolutionary reform of society in the XXI century (2018). Er ist Herausgeber der wissenschaftlichen Zeitschrift Theoretical Practice und Mitglied des Nationalrats der polnischen politischen Partei Razem.
 
Die Vortragsreihe “Politics of Basic Income Talk Series” wird monatlich vom Bath UBI Beacon und dem Freiburg Institute of Basic Income Studies (FRIBIS) in Kooperation mit dem Basic Income Earth Network (BIEN) organisiert.

Jetzt auf YouTube: Emergency basic income: Distraction or Opportunity (Politics of Basic Income Talk Series)

Am 16. Mai untersuchten Jurgen De Wispelaere und Francesca Bastagli im Rahmen der “Politics of Basic Income”-Gesprächsreihe die Auswirkungen des Krisen-Grundeinkommens (Emergency Basic Income, EBI) auf die sozialen Sicherungssysteme und die Beziehung zum Bedingungslosen Grundeinkommen (BGE). Sie analysierten, ob das Krisen-Grundeinkommen in bestehende Sicherungssysteme integriert werden, Barrieren überwinden und Veränderungen hin zu großzügigeren Politiken vorantreiben kann. Zudem diskutierten sie die unterschiedlichen Meinungen darüber, ob das Krisen-Grundeinkommen eine Chance oder einen Irrweg für die zukünftige Entwicklung des BGE darstellt.
 
Vor dem Hintergrund der Corona-Krise gewann die Idee, der überwiegenden Mehrheit der Bürger:innen für einen begrenzten Zeitraum eine sofortige bedingungslose finanzielle Unterstützung zu gewähren, sowohl bei Entscheidungstragenden als auch in der Öffentlichkeit erheblich an Zugkraft. Mehrere Länder gingen dazu über, Geldtransfers einzuführen, die dem Krisen-Grundeinkommen (EBI) in wesentlichen Aspekten ähneln.
 
Das Modell des Krisen-Grundeinkommens wirft eine Reihe interessanter Fragen sowohl für Politikanalyst:innen als auch für Forschende im Bereich der sozialen Sicherung auf. Die Referierenden konzentrierten sich darauf, wie das Krisen-Grundeinkommen mit bestehenden sozialen Sicherungssystemen zusammenspielt und ob es in der Lage sein könnte, auf bestehenden Programmen aufzubauen oder einen Wandel hin zur Gestaltung und Einführung weniger zielgerichteter und großzügigerer Politiken der sozialen Sicherung in naher Zukunft voranzutreiben.
 
Eine ebenso wichtige Frage ergibt sich in Bezug darauf, wie das Krisen-Grundeinkommen zum BGE passt. Dabei müssen die klaren Gegensätze sowohl im Design (temporär versus permanent) als auch im Kontext (kurzfristiger Notfall versus langfristiger stabiler Zustand) berücksichtigt werden. Die Grundeinkommens-Community selbst ist gespalten in der Frage, ob das Krisen-Grundeinkommen als Chance gesehen werden sollte, das öffentliche Bewusstsein und die politische Unterstützung für ein Grundeinkommen weiter zu stärken, oder als Irrweg, der lediglich die produktive Entwicklung der sozialen Sicherung gefährden würde.
 
Die Veranstaltung baute auf einer Plenarsitzung des 21. BIEN-Kongresses auf, der vom 26. bis 28. September 2022 in Brisbane, Australien, stattfand und bei dem Politikexpert:innen, Vertreter:innen von INGOs und Wissenschaftler:innen, die sich mit dem Grundeinkommen beschäftigen, die Vorzüge und Auswirkungen des Vorschlags für ein Krisen-Grundeinkommen während der Corona-Pandemie diskutierten.
 
Die von der Bath UBI Beacon und dem Freiburg Institute of Basic Income Studies (FRIBIS) in Partnerschaft mit dem Basic Income Earth Network (BIEN) veranstaltete Politics of Basic Income Gesprächsreihe findet seit Oktober 2023 jeden dritten Donnerstag im Monat statt. Expert:innen aus der ganzen Welt geben Einblicke in die Politik, den Aufbau von Bewegungen und die Forschung zum BGE.   
 
 

Buchvorstellung und Expert:innenworkshop zum Thema Grundeinkommen und soziale Macht an der Universität Freiburg (4. und 5. September 2024)

Am 4. und 5. September organisiert das FRIBIS zwei Veranstaltungen zum Grundeinkommen und dessen Potenzial, soziale Macht und Freiheit zu fördern.

Am 4. September 2024 stellt David Casassas sein neues Buch Unconditional Freedom: Universal Basic Income and Social Power (2024) an der Universität Freiburg vor. Die von der Universität Freiburg in Kooperation mit FRIBIS organisierte Veranstaltung bietet eine Diskussion mit dem Autor, an der auch Ben Spies-Butcher (Macquarie University) und Bianca Blum (Universität Freiburg) teilnehmen werden.

Casassas untersucht in seinem Buch, wie ein Bedingungsloses Grundeinkommen dazu beitragen kann, soziale Ausgrenzung und prekäre Beschäftigungsverhältnisse zu verringern und zugleich die Verhandlungsmacht von Individuen und Kollektiven zu stärken. Die Buchpräsentation bildet den Auftakt zu einer zweitägigen intensiven Auseinandersetzung mit dem Grundeinkommen und dessen Möglichkeiten, Arbeitnehmern eine Exit-Option zu bieten.

Die Veranstaltung ist kostenlos und öffentlich zugänglich. Für weitere Informationen klicken Sie hier.

Am darauffolgenden Tag, dem 5. September 2024, veranstaltet FRIBIS einen Expert:innenworkshop mit dem Titel “Basic Income as an Exit Device: Possibilities and Challenges” im Liefmann-Haus. Der von Jurgen De Wispelaere und Fabienne Hansen organisierte Workshop versammelt Befürworter:innen und Kritiker:innen der Exit-Option und deren Rolle in einer Grundeinkommengesellschaft. Neben David Casassas und Ben Spies-Butcher werden auch Nachwuchsforschende ihre Ergebnisse präsentieren und zur Diskussion stellen.

Der Workshop setzt sich zum Ziel, die aktuelle Kritik am Bedingungslosen Grundeinkommen als Exit-Option genauer in den Blick zu nehmen. Kritiker:innen argumentieren, dass ein Grundeinkommen möglicherweise keine wirklich tragfähige Ausstiegsmöglichkeit darstellt, da Exit-Optionen nicht ohne weiteres auf die heterogene Arbeitnehmer:innenschaft übertragbar seien. Zudem bestehen Zweifel, ob ein Grundeinkommen tatsächlich die soziale Macht der Arbeitnehmenden stärken und die Verhandlungsposition gegenüber Arbeitgeber:innen entscheidend verbessern kann.

Vortragende & Präsentationen: 

  • David Casassas (University of Barcelona): Bargaining Power: Exit Options for Entry Doors and the Emancipatory Potential of Basic Income
  • Clem Davies (University of Freiburg): Universal Basic Income and Exit Options – An Experimental Approach
  • Jurgen De Wispelaere (University of Bath) & Tobias Jäger (University of Freiburg): Basic Income Exit as a Social Good
  • Jeeeun Jang (Tampere University): Why Context Matters: The Role of Basic Income in Exit Mechanisms
  • Ben Spies-Butcher (Macquarie University): Exits Both Ways? Reflections on Basic Income, Care and Work
  • Mike Howard (University of Maine) and Bernhard Neumärker (University of Freiburg): Basic Income as an Exit Device: Ordoliberalism Meets Socialism. Discussion moderated by Jurgen De Wispelaere (University of Bath)

Für weitere Informationen zum Workshop klicken Sie hier.

Bitte beachten Sie, dass es sich um eine geschlossene Veranstaltung handelt. Wenn Sie an einer Teilnahme interessiert sind oder weitere Informationen wünschen, wenden Sie sich bitte an Fabienne Hansen.

Jetzt auf YouTube: Vincent Liegey – A Degrowth Perspective on UBI (Basic Income Politics Talk Series)

Vincent Liegey hielt am 18. April 2024 einen Vortrag über die Integration des bedingungslosen Grundeinkommens (BGE) in die Degrowth-Bewegung. Sein Vortrag fand im Rahmen der „Basic Income Politics Talk Series” statt, die vom Bath UBI Beacon und dem Freiburger Institut für Grundeinkommensstudien (FRIBIS) in Kooperation mit dem Basic Income Earth Network (BIEN) veranstaltet wird.

Liegey untersuchte das Potenzial des BGE als Instrument für systemischen Wandel und erörterte, wie es mit den Prinzipien der Degrowth-Bewegung in Einklang gebracht werden kann, um zu einer nachhaltigen und gerechten Zukunft beizutragen. Er sprach über die Bedingungen, unter denen das BGE als wirksames Instrument für Degrowth-Initiativen dienen könnte und bemühte sich darum, das BGE innerhalb eines größeren Referenzrahmen zu diskutieren. Dabei ging er unter anderem auf Aspekte wie universellen Grunddienste, lokale, alternative, nicht-spekulativen Tauschsysteme, Höchsteinkommen, Umverteilung des Vermögens, Dekommodifizierung, Gemeinschaftsgüter ein.

Zur Person: Vincent Liegey ist Ingenieur, interdisziplinärer Forscher und Koordinator der internationalen Degrowth-Konferenzen und des Observatoire de la Décroissance. Er hat mehrere Bücher über Degrowth mitverfasst, darunter Exploring Degrowth: A Critical Guide (Pluto Press, 2020), Décroissance, Fake or Not (Tana Editions, 2022), Sobriété (la vraie): mode d’emploi (Tana Edition, 2023) und Un Projet de Décroissance (Utopia, 2013). Darüber hinaus leitet Liegey Cargonomia, ein in Budapest ansässiges Zentrum, das sich der Forschung und Erprobung von Degrowth widmet. Cargonomia fungiert auch als Sozialgenossenschaft, die nachhaltige logistische Lösungen anbietet und den lokalen Lebensmittelvertrieb mit Lastenrädern ermöglicht.

An Grundeinkommensforschung teilnehmen und Geld verdienen: FRIBIS-Team SoCoBis veranstaltet Grundeinkommensexperimente zwischen 22. und 24. April

Das FRIBIS-Team SoCoBis veranstaltet vom 22. bis 24. April 2024 eine Reihe von verhaltensökonomischen Experimenten an der Universität Freiburg. Teilnehmende haben die Gelegenheit, sich in einem spielerischen und interaktiven Rahmen aktiv an der Grundeinkommensforschung zu beteiligen und dabei auch noch Geld zu verdienen.

Die Experimente werden auf Englisch durchgeführt und stehen allen offen, nicht nur Studierenden. An den drei Tagen werden verschiedene Zeitfenster angeboten, wobei jede Sitzung etwa 90 Minuten dauert.

Interessierte können sich über die Eventbrite-Seite für die Experimente anmelden. Dort finden sie auch weitere Details zu den genauen Terminen, Uhrzeiten und Orten der Experimente. Bei Fragen oder Anliegen wenden Sie sich bitte an die Organisator:innen unter socobis@fribis.uni-freiburg.de.

 

Call for Papers für FRIBIS-Jahrestagung 2024: Towards the development of a full UBI? (Freiburg, 7. – 9. Oktober)

FRIBIS-Jahrestagung 2024: Towards the development of a full UBI?

Das FRIBIS lädt zu seiner Jahrestagung 2024 ein, die vom 7. bis zum 9. Oktober in Freiburg stattfindet. Die Veranstaltung, die unter dem Titel „Towards the development of a full UBI? Perspectives on partial approaches in different welfare systems“ steht, widmet sich partiellen Grundeinkommensmodellen und deren Implementierung in verschiedene sozialstaatliche Systeme. Die Analyse umsetzbarer Entwürfe eines partiellen Grundeinkommens soll Wege aufzeigen, der Idee eines Bedingungslosen Grundeinkommens politische Geltung zu verschaffen. Das FRIBIS ist insbesondere an Beiträgen zu den Themen sozialer Sicherung/social protection floors, Nachhaltigkeit und Fragestellungen im internationalen Kontext interessiert.

Die Tagung besteht aus einem Kerntagungsteil mit Keynotes, Plenary Sessions, Kerntagungspanels und Präsentationen der entsprechenden Kern-FRIBIS-Teams zu einem aktuellen und zentralen Thema der Grundeinkommensdiskussion sowie einem offenen Tagungsteil. Die Veröffentlichung eines Sammelbandes ist geplant; der beste Beitrag wird mit dem FRIBIS Best Paper Award in Höhe von 1.000 € prämiert.

Veranstaltungsdetails

 

Themen und Einreichung von Beiträgen

Die FRIBIS-Jahrestagung umfasst drei Kernthemen: soziale Grundsicherung, Nachhaltigkeit und globale Perspektiven auf das Grundeinkommen. Für eine detaillierte Beschreibung der Themenbereiche und spezifische Fragestellungen besuchen Sie bitte die Veranstaltungsseite.

  • Call for Papers: Wissenschaftler*innen und Aktivist*innen sind eingeladen, ihre Abstracts und Manuskripte zu den genannten Themen einzureichen.
  • Call for Workshops: Workshops bieten Raum für kreative und experimentelle Workshop-Formate.

Registrierung für Zuhörende 

Die Registrierung für Zuhörende wird ab dem 5. Juli 2024 über die FRIBIS-Veranstaltungsseite möglich sein. Die Teilnahme ist kostenlos.

 

 

Basic Income and Reparations (Nika Soon-Shiong, Liz Fouksman, Richard Wallace & Elise Klein)

Gestreamt am 21. März 2024, 19:00-20:30 Uhr

Am 21. März 2024 diskutierten Nika Soon-Shiong, Liz Fouksman, Richard Wallace und Elise Klein die Rolle des Bedingungslosen Grundeinkommens im Kontext wachsender Reparationsforderungen als Instrument für globale soziale Gerechtigkeit. Im Zentrum ihres Gesprächs stand das Potenzial des BGE, „sowohl historische als auch gegenwärtige Verwerfungen durch rassistischen Kapitalismus, Kolonialismus und Enteignungen zu überwinden“: Inwieweit kann das BGE als effektiver Mechanismus dienen, Wiedergutmachung herzustellen und Gerechtigkeit voranzutreiben, ohne als Teil umfassenderer Bestrebungen nach Reparationen zu fungieren?

Abstract:

“America’s systems of welfare and mass incarceration have historically criminalized and harmed Black, brown, Indigenous, poor, immigrants, and more. 65% of Black Americans were made ineligible for Social Security when it was first introduced, followed by the legal exclusion of Black citizens from the wealth-building mechanisms of the New Deal and G.I. Bill. Discriminatory social services and tax laws have consistently provided fewer resources to people and neighborhoods of color. In contrast, the US spends $300 Billion annually on mass incarceration. A system of direct, recurring income support cannot wait for further evidence that reducing poverty decreases poverty. Real success requires unraveling the corporate construction of crime, fraud, and safety. Nika discussed movement-led efforts to intervene in procurement processes, emphasizing that policy implementation should not rely on the same old companies and consultants who built what needs to change.”

Über die Teilnehmenden:  

Elise Klein (OAM): Außerordentliche Professorin für Öffentliche Politik an der Crawford School an der Australian National University. Ihre Forschung beschreitet die Schnittstellen (und Bruchstellen) von Entwicklung, Sozialpolitik, Dekolonialität und Care. Sie ist Co-Direktorin des Australian Basic Income Lab.

Nika Soon-Shiong: Geschäftsführende Direktorin des Fund for Guaranteed Income, einer Organisation, die Geld sammelt, um für die Einführung und Verteilung von Grundeinkommenszahlungen an bestimmte Gemeinschaften einzutreten, wobei Identitätspolitik dazu dient, die Empfängergemeinschaften zu bestimmen. Ethnischen Minderheiten und verarmten Menschen wird Vorrang eingeräumt.

Richard Wallace: Gründer und Geschäftsführer von Equity and Transformation (EAT), Künstler & Gemeinschaftsorganisator, der sich der Förderung von Rassengleichheit in den USA widmet. Im Jahr 2021 startete EAT den Chicago Future Fund, ein bahnbrechendes Pilotprojekt zum garantierten Einkommen für ehemals inhaftierte Personen. Derzeit ist er Mitglied des Global Advisory Board für das Atlantic Institute und gehört zum Strategie-Board von Black Lives Matter.

Dr. Liz Fouksman: Dozentin (Assistant Professor) für soziale Gerechtigkeit am Zentrum für Public Policy Research am King’s College London. Liz’ Forschung konzentriert sich auf das Verständnis moralischer, sozialer und kultureller Verbundenheit an Arbeit und Erwerbstätigkeit. Sie untersucht, welche Hindernisse solche Bindungen für neue Vorstellungen von der Zukunft der Arbeit und Verteilung in einer zunehmend automatisierten Welt darstellen, und stützt sich dabei auf langfristige empirische Feldforschungen in Südafrika und Namibia, um Widerstände gegen radikale redistributive Politiken wie das universelle Grundeinkommen zu verstehen.

Politics of Basic Income Talk Series

Die Veranstaltung ist Teil der „Politics of Basic Income Talk Series“, die im Oktober 2023 initiiert wurde. Sie wurde ausgerichtet von Dr. Joe Chrisp, einem Forschungsmitarbeiter am Institute for Policy Research (IPR) an der University of Bath, der seine Promotion über die politische Machbarkeit eines Grundeinkommens in Hochlohnländern abgeschlossen hat, und Joseph Cooke, studentischer Forschungsassistent und Bachelorstudent der Politik und Internationalen Beziehungen an der University of Bath. Bei der Veranstaltungsreihe handelt es sich um eine Zusammenarbeit zwischen dem Bath UBI Beacon und dem FRIBIS in Partnerschaft mit dem Basic Income Earth Network (BIEN).

WEF-FABI Online Seminar Series: Ubuntu, Social Contracts, UBI, WEF-Nexus, Social Protection, and Empirical Research

Zusammen mit der UNAM veranstaltet das WEF_FABI Team eine Seminarreihe (online) über UBUNTU, Sozialverträge, Grundeinkommen, Wasser-Energie-Nahrung-Nexus, soziale Absicherung und empirische Forschung. Los geht es ab dem 21.03.2024. Mit verschiedenen Gästen wird die Reihe einen Pfad der Verbindungen und Unterschiede zwischen diesen Themen schaffen und fragen, wie ihre Elemente zusammenpassen. Wir möchten untersuchen, wie Ubuntu in sozialen Experimenten verwendet werden kann. Schließlich wollen wir die Workshop-Ergebnisse in gemeinsame Arbeiten (z. B. gemeinsamen Aufsätze oder Feldstudien) integriert.

“”Ubuntu” is a bond of unity amongst the people of Africa” (Asike 2016, S. 7). In diesem Sinne ist Ubuntu eine Philosophie, die Normen und Regeln rechtfertigt. Das hat Sie mit der Sozialvertragstheorie gemeinsam. In unserer Reihe werden wir verschiedenen Fragen folgen, die diese beiden Denktraditionen verbinden: Was sind die Hauptpositionen in diesen philosophischen Traditionen? Was sind die Ähnlichkeiten/Unterschiede zwischen Ubuntu und der Sozialvertragstheorie? Wie können die gemeinsamen Merkmale der beiden verbunden werden? Wir werden dann philosophische Erkenntnisse über die Idee des bedingungslosen Grundeinkommens aufgreifen und die verschiedenen Stränge weiter mit möglichen Auswirkungen auf sozialpolitische Interaktionen verknüpfen. Wir betrachten die Abwägungen zwischen verschiedenen Maßnahmen der sozialen Sicherung und schärfen unser Bewusstsein für den Nexus aus Wasser, Energie und Nahrung. Schließlich werden wir sehen, wie wir empirische Methoden zur normativen Rechtfertigung von Politiken verwenden und dazu beitragen können, Abwägungen zu lösen.

Wenn Sie an einem Workshop interessiert sind, sehen Sie sich die Termine unten an und melden Sie sich über das Anmeldeformular auf der Workshop-Veranstaltungsseite an. Die Teilnahme an den Präsentationen ist ohne Anmeldung möglich. Sie können dazu den in der Veranstaltung angegebenen Zoom-Link verwenden.

Programm

Alle Veranstaltungen finden von 14:00 – 16:00 Uhr (CAT) statt.

Präsentationen

21/03/2024       I’m Because We’re: Understanding the African Ubuntu Philosophy
Robert Senath Esuruku (University of Makerere, Kampala)

28/03/2024       Social Contract
Bernhard Neumärker (University of Freiburg)

04/04/2024       Universal Basic Income
Jurgen De Wispelaere (University of Bath)

11/04/2024       Water-Energy-Food Nexus
Mike Jacobson (Penn State University)

18/04/2024       Social Protection
Leo de Haan (International School of Social Studies, The Hague)
AF Kamanzi (University of Namibia)

25/04/2024       Empirical Normative Research
Tobias Jäger (University of Freiburg)

Workshops

02/05/2024       Debating Connections: Bringing the Different Ideas Together

09/05/2024       Different Philosophical Traditions: What Can We Learn for Social Policy?

Publikation von zwei Policy Papers zu empirischen Methoden in der Grundeinkommensforschung

Das FRIBIS freut sich, die Veröffentlichung zweier Policy Paper bekannt geben zu können, die aus den Diskussionen und Erkenntnissen des zweiten Teils der FRIBIS Summer School 2023, „Empirical methods of UBI investigation“, hervorgegangen sind. Die Veranstaltung fand zwischen 11. und 14. April 2023 unter Leitung von Prof. Bernhard Neumärker, dem FRIBIS-Team SoCoBisTeam und der Koordinatorin des Teams, Lida Kuang, statt. 

Does voluntary social cooperation promote liberal egalitarian justice?

Das erste Policy Paper von Hedvig Mendonca, Lida Kuang, Simon März und Larissa Walter geht der Frage nach, wie freiwillige soziale Kooperation liberal-egalitäre Gerechtigkeit fördern kann. Ausgehend von sozialvertraglichen Annahmen wird experimentell untersucht, inwiefern freiwillige soziale Kooperation einen Einfluss darauf hat, ob sich Personen für ein liberal-egalitäres Wiedergutmachungsprinzip entscheiden. Im Rahmen eines Ballonspiels, bei dem Teilnehmer entscheiden müssen, wie sie die gemeinsam erzielten Punkte aufteilen, zeigt sich die Relevanz der Zusammenarbeit für die Förderung gerechter Verteilungsentscheidungen.

Distributional Decision-Making of Disadvantaged Individuals – A Proposal for an Experimental Extension

Das zweite Paper, verfasst von Patrick Oschwald, Eva Jacob, Adalbertus Kamanzi und Gudrun Kaufmann, widmet sich der Frage, welche Rolle die gesellschaftliche Stellung von Menschen für ihre Entscheidungsfindung in Hinblick auf Ressourcenallokation bzw. politische Umverteilungsmaßnahmen spielt. Durch die Analyse psychologischer Grundlagen der Entscheidungsfindung – etwa der Präferenzen für Umverteilung aufgrund ökonomischer Benachteiligung und dem Streben nach Gerechtigkeit innerhalb der eigenen sozialen Schicht – liefert das Paper praxisorientierte Empfehlungen, um politische Maßnahmen inklusiver und rechter zu gestalten.

PDF Distributional Decision-Making of Disadvantaged Individuals – A Proposal for an Experimental Extension